Schritt 3 für bessere Fotos - Fotos mit Abstand betrachten

Fotos mit Abstand betrachten – Schritt 3 für bessere Fotos

In Schritt 2 meiner vier Schritte für bessere Fotos habe ich Euch erklärt, wie Ihr Eure Fotos am Besten aussortiert und übertragt. Heute möchte ich Euch Schritt 3 – Fotos mit abstand betrachten näher bringen. In diesem Artikel werde ich Euch erklären, warum ich meine Fotos nicht direkt nach dem Übertragen bearbeite und welche Vorteile es hat sich mit der Nachbearbeitung ein wenig Zeit zu lassen.

Schritt 3 für bessere Fotos - Fotos mit Abstand betrachten
Ihr kennt die Situation sicherlich, Ihr habt einige schöne Fotos geschossen und wollt diese nun bearbeiten und Euren Freunden, Eurer Familie oder im Internet so schnell wie möglich präsentieren. Ich kann Euch nur empfehlen, lasst Euch etwas Zeit. Nach einiger Zeit, werdet Ihr Eure Fotos kritischer betrachten und einige Aufnahmen nicht mehr so toll finden, wie direkt am Aufnahmetag. Bevor ich meine vier Schritte für bessere Fotos entwickelt habe, habe ich selbst versuch meine Fotos so schnell wie möglich zu bearbeiten und zu zeigen. Wenn ich mir meine Fotos nach einiger Zeit nochmal angesehen habe, fand ich einige Aufnahmen nicht mehr so gelungen, wie am Anfang.

Dies kann natürlich an einem geänderten Geschmack liegen, denn je weiter man sich als Fotograf entwickelt, desto kritischer betrachtet man auch Fotos. Der Hauptgrund, warum mir persönlich einige Fotos nach einiger Zeit nicht mehr so gefallen ist der andere Blick, den man nach etwas Abstand zu seinen Fotos hat.

Schritt 3 für bessere Fotos - Fotos mit Abstand betrachten
Testet dieses Phänomen einmal an Euch selber aus. Schaut in Eure Fotosammlung und schaut Euch Fotos an, die Ihr vor einiger Zeit aufgenommen habt. Ihr werdet bestimmt einige Fotos finden, die Euch nicht mehr so überzeugen, wie zu der Zeit, als Ihr diese Fotos erstellt habt. Ihr werdet Euch mit Sicherheit fragen, wieso Ihr diese Fotos überhaupt behalten habt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man am Aufnahmetag seine Fotos erst einmal pauschal alle super findet und möglichst viele Aufnahmen behalten möchte. Die Reizüberflutung und der Eindruck vom Aufnahmetag trüben die Sinne und man beurteilt seine Fotos ganz anders.

Deshalb übertrage ich meine aussortierten Fotos erst einmal auf meinen Computer z.B. mit Adobe Lightroom und lasse ein paar Tage vergehen, bevor ich mir diese Fotos noch einmal ansehe. Mit etwas Abstand betrachtet finde ich einige Aufnahmen nicht mehr so gut, wie noch beim Übertragen.

Schritt 3 für bessere Fotos - Fotos mit Abstand betrachten
Ich schaue mir also meine Fotos nach ein paar Tagen noch einmal genauer an und sortiere meine bereits grob sortierten Fotos noch einmal fein aus. Die Anzahl der Fotos, die noch verbleiben ist zwar überschaubar, aber dafür sind die verbleibenden Aufnahmen die Fotos, die auch nach einiger Zeit noch sehr sehenswert sind. Wie Ansal Adams einmal sagte: „12 gute Fotos in einem Jahr sind eine gute Ausbeute“. Es ist nicht die Masse an Fotos entscheidend, die Ihr schießt, die Qualität und die Aussagekraft der Fotos ist entscheidend. Was nützt es Euch, wenn Ihr hunderte Fotos schießt und nur eine Hand voll davon absolute Top-Fotos sind?

Beschränkt Euch auf einige sehr gute Fotos, als auf viele durchschnittliche. Der Wow-Effekt, den Ihr mit diesen Fotos erreichen werdet ist umso größer. Auch wenn es nicht immer leicht ist nur ein paar Fotos zu behalten, lohnt es sich. Ihr werdet dadurch definitiv bessere Fotos erhalten. Im nächsten Artikel geht es um Schritt 4 für bessere Fotos. Dort werde ich Euch erklären, wie ich meine Fotos bearbeite, wie Ihr Zeit bei der Nachbearbeitung sparen könnt und wie man ein bereits sehr gutes Foto bearbeiten sollte, um ein absolutes Top-Foto zu erhalten.

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