Junges Turmfalken Männchen auf einer Wiese in den truper Blänken

Fototour 13.11.2016 – Turmfalken und andere Überraschungen

Gereizt von den zahlreichen Greifvögeln, wie Turmfalken, Bussarde usw. der letzten Touren, bin ich gestern wieder einmal zu einer meiner Fototouren zum truper Deich aufgebrochen. Es war kalt und das Wetter wollte auch nicht richtig mitspielen, dennoch wurde es ein vielversprechender Sonntag Vormittag und ich wurde mit zahlreichen Fotos belohnt.

Eisvogel schaut aufmerksam
Die Temperaturen der letzten Tage machen es einem wirklich nicht leicht. Da kratzt man in der morgendlichen Kälte die Scheiben seines Autos frei, schaut während dessen in den Himmel und denkt sich mit einer gehörigen Portion Ironie: „Na toll, das wird ja heute großartig werden“. Die Wolkendecke und der Morgennebel sorgten dafür, dass die geplanten Landschaftsaufnahmen vom Sonnenaufgang von der Tagesliste gestrichen wurden. Aber wenn man eh schon wach ist, dann kann man auch losfahren und Fotos schießen, schließlich habe ich bereits öfters die Erfahrung gemacht, dass die ganz dicken Überraschungen oft bei schlechtem Wetter auf einen warten. Ich entschied mich mein Glück mal wieder am truper Deich zu versuchen.

Dort konnte ich bei meinen letzten Erkundungen einige Greifvögel beobachten. Das Gebiet ist für seine Turmfalken, Rohrweihen, Kornweihen, Bussarde und sogar Seeadler bekannt. Doch bevor ich die Greifvögel finden konnte, wartete ein anderer bunter Geselle auf mich. Ein Eisvogel saß in aller Ruhe an einem kleinen Graben. Ich zögerte nicht und versuchte ein paar schöne Fotos zu schießen. Leider war er nicht sehr entspannt und zog schnell weiter, als er die Auslösegeräusche der Kamera hörte.

Heller Bussard auf einem Weidezaun
Nachdem ich den truper Deich ein wenig weiter erkundet hatte, beschloss ich einen kurzen Abstecher in die truper Blänken zu unternehmen. Dort hatte ich vor Kurzem eine Kornweihe als besonderen Überwinterungsgast beobachten können. Außerdem hoffte ich auf ein paar Hermeline, die um diese Jahreszeit ihr auffälliges Winterkleid tragen. Leider fand ich weder eine Kornweihe noch ein Hermelin und so beschloss ich erst einmal wieder den truper Deich weiter zu erkunden. Auf dem Rückweg zum Deich entdeckte ich dann einen hellen Bussard auf einem Weidezaun, den ich umgehend fotografierte. Das magere Licht und der Morgennebel machten es mir nicht gerade einfach, dennoch konnte ich ein paar nette Fotos schießen.

Durchzogen von der Kälte stieg ich am Deich wieder in mein Auto, fuhr weiter und hielt weiter Ausschau, während ich mich ein wenig aufwärmte. Auf den Wiesen tummelten sich unzählige Gänse diverser Arten und so beschloss ich meine Tour im Sankt Jürgen Land fortzusetzen. In diesem Gebiet findet man vom Winter bis zum Frühjahr regelmäßig Gänse und Schwäne, die oftmals recht entspannt sind.

Höckerschwan Jungtier im Flug
Auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht und so konnte ich einige schöne Höckerschwäne und ein paar Kanadagänse fotografieren. Nachdem ich ein paar sitzende Höckerschwäne fotografierte, bescherten mir ein paar Jungtiere eine besondere Freude. Als sich die Sonne immer weiter durch die Wolkendecke kämpfte beschlossen einige junge Höckerschwäne ein paar Flugrunden zu absolvieren. Sie starteten, flogen in aller Ruhe eine große Runde und landeten wieder an der selben Stelle. Dieses Schauspiel wiederholten sie einige Male, so dass ich ein paar schöne Flugaufnahmen machen konnte.

Nachdem die Flugshow beendet war, erkundete ich weiter das Sankt Jürgen Land. Auf den Feldern links und rechts neben meinem Weg tummelten sich weitere Gänse und Schwäne. Leider waren sie alle ein wenig zu weit entfernt, so dass ich durch den anhaltenden Dunst keine schönen Aufnahmen machen konnte. Dennoch war es toll anzusehen, wie viele Tiere unterschiedlichster Arten dort zusammen saßen und rasteten.

Reh im Sankt Jürgen Land
Auf meinem Rückweg zum Auto entdeckte ich noch zwei Rehe, die seelenruhig auf einer Wiese lagen und die ersten Sonnenstrahlen des Tages genossen. Ich bezog Position und fotografierte sie in aller Ruhe. Leider machte mir ein Auto, dass den Weg entlang fuhr einen Strich durch die Rechnung und scheuchte die Rehe auf. Ich setzte also meinen Rückweg zu meinem Auto fort und wärmte mich dort angekommen erst einmal auf. Ich beschloss meine Tour zu beenden und den Rückweg nach Hause anzutreten. Den Rückweg nutzte ich um noch einmal einen Abstecher in die truper Blänken zu unternehmen. Eigentlich findet man dort immer etwas lohnenswertes, was man fotografieren kann.

Als Erstes machte sich jedoch ein wenig Enttäuschung breit, da ich absolut nichts sehenswertes finden konnte. Lediglich ein paar Krähen auf den Feldern waren zu sehen. Auf einer Wiese an einem Entwässerungsgraben, entdeckte ich dann doch noch etwas ungewöhnliches.

Nutira (Biberratte) schwimmt in einem kleinen Graben in den truper Blänken
Auf dem Feld saß etwas in der Größe eines Feldhasen. Ich schaute durch meine Kamera und wunderte mich, denn dieses Tier hatte ein graues Fell und deutlich kleinere Ohren, als ein Hase. Ich beobachtete es aus einiger Entfernung und konnte sehen, wie es zielstrebig Richtung Graben wanderte. Es konnte sich also nur um ein Nutria (Biberratte) handeln. Ich hatte in letzter Zeit schon häufiger Meldungen bekommen, dass in der Gegend einige dieser Tiere gesehen wurden, bisher konnte ich jedoch kein Nutria selber finden. Ich beschloss mich etwas näher heranzupirschen um ein paar brauchbare Fotos schießen zu können. Am Wasser angekommen, bot sich mir die Gelegenheit, die Nutria schwamm im Wasser und so konnte ich einige Fotos schießen, bevor sie abtauchte und verschwand.

Äußerst zufrieden ging ich zurück zu meinem Auto und wollte meine Tour beenden, als ich merkwürdige Rufe hörte. Diese Rufe klangen deutlich heller, als die Rufe eines Bussards. Nachdem ich mich ein wenig umsah, konnte ich tatsächlich zwei junge Seeadler sehen, die in größerer Höhe ihre Kreise zogen. Bereits letztes Jahr hatte ich ein Jungtier in den truper Blänken beobachten können. In nächster Zeit, werde ich also genauer auf Seeadler achten müssen.

Junges Turmfalken Männchen auf einem Zaun
Durchgefroren und in Gedanken schon im warmen Wohnzimmer auf dem Sofa, bot sich mir noch die Gelegenheit ein Turmfalken Pärchen zu beobachten. Bereits vor einiger Zeit konnte ich einen jungen Turmfalken sehr nahe beobachten und nun bot sich mir diese Gelegenheit wieder. Sowohl das Männchen, wie auch das Weibchen waren konzentriert auf Futtersuche und standen schön in der Luft und hielten Ausschau nach Mäusen auf den Feldern. Nachdem sie etwas gefressen hatten, konnte ich das Turmfalken Männchen auf einem Zaun und das Turmfalken Weibchen auf einem Ast fotografieren.

Insgesamt war es eine durchaus gelungene Fototour mit einigen schönen Momenten und Überraschungen. Unten habe ich Euch noch eine Galerie mit den Fotos der Tour zusammengestellt.

Bildergalerie: Fototour 13.11.2016
(Bilder anklicken für eine größere Darstellung)

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