Fotos aussortieren und übertragen - Schritt 2 für bessere Fotos

Fotos aussortieren & übertragen – Schritt 2 für bessere Fotos

Gestern habe ich Euch Schritt 1 – gezielt fotografieren meiner vier Schritte für bessere Fotos näher gebracht. Heute möchte ich Euch Schritt 2 – Fotos aussortieren und übertragen näher bringen. In diesem Artikel werde ich Euch erklären, wie ich meine Fotos grob aussortiere und anschließend mit System auf meinen Computer übertrage.

Fotos aussortieren und übertragen - Schlechte Fotos bereits in der Kamera löschen
Nach einem erfolgreichen Fototag können sich schon einige hundert Aufnahmen auf der Speicherkarte anhäufen. Um die Übersicht nicht zu verlieren und um den Übertragungsprozess auf den Computer zu beschleunigen, solltet Ihr die Fotos aussortieren, bevor Ihr sie auf den Computer übertragt. Aber welche Fotos sortiere ich vor dem Import grob aus? Die Antwort ist simpel und einfach. Alle Fotos, die nicht den Kriterien aus Schritt 1 entsprechen, werden gelöscht. Ich lösche also Fotos, bei denen die Bildkomposition auch in der Nachbearbeitung nicht mehr zu retten ist. Auch Fotos, die verwackelt oder unscharf sind oder bei denen der Fokus nicht richtig sitzt fliegen von der Speicherkarte. Fotos, bei denen die Belichtung total daneben ist, werden ebenfalls gelöscht.

Auch wenn es schwer fällt seltene oder besonders schöne Motive zu löschen, nützt es nichts an Fotos festzuhalten, die grobe Mengel aufweisen. Klar können auch solche Fotos manchmal noch in der Nachbearbeitung gerettet werden, aber dies ist immer mit einem enormen Zeitaufwand und einem Verlust an Bildqualität verbunden.

Fotos aussortieren und übertragen - Fotos in der Kamera mit Hilfe des Histogramms analysieren
Bei mir kann es auch schon einmal vorkommen, dass ich bei einer meiner Fototouren einige hundert Fotos schieße und wenn ich zu Hause die Fotos grob aussortiere nur noch einige wenige oder manchmal sogar gar keine Fotos mehr auf der Speicherkarte übrig bleiben. Es ist zwar manchmal hart seine Fotos konsequent auszusortieren und eventuell ohne Fotos den Tag abzuschließen, aber aus Fehlern lernt man und beim nächsten Mal versucht man umso weniger Fehler zu machen, damit man am Ende des Tages nicht wieder ohne Fotos da steht. Ich schaue mir meine Fotos also auf dem Kameradisplay an, zoome in die 100%-Ansicht, schaue mir das Histogramm an und schaue, ob meine in Schritt 1 genannten Kriterien erfüllt sind. Ist dies nicht der Fall, lösche ich die betroffenen Fotos direkt von der Speicherkarte.

Bevor ich die Fotos also auf den Computer übertrage, habe ich nur noch die Fotos auf der Speicherkarte, die auch wirklich gut geworden sind. die absoluten Nieten sind so bereits vor dem Übertragungsprozess aussortiert und müssen nicht mehr zeitraubend übertragen werden. Da die heutigen Bildsensoren immer hochauflösender werden, nimmt die Dateigröße pro Foto auch immer mehr zu und die Übertragung dauert somit länger. Werden weniger Fotos übertragen, beschleunigt dies den Prozess entsprechend deutlich.

Fotos aussortieren und übertragen - Import in Adobe Lightroom
Nachdem ich mit dem Fotos aussortieren fertig bin, übertrage ich sie auf meinen Computer. Ich verwende für die Nachbearbeitung und die Übertragung Adobe Lightroom. Es ist dabei durchaus nützlich die Fotos systematisch zu übertragen. Entweder legt Ihr Euch einzelne Ordner an, in die Ihr Eure Fotos kategorisiert ablegt oder Ihr übertragt Eure Fotos nach Datum sortiert. Ich persönlich verwende die Standardeinstellung von Lightroom. Dabei legt Lightroom automatisch in meinem ausgewählten Foto-Ordner für jedes Jahr einen Unterordner an. Für jeden einzelnen Tag legt Lightroom in den Jahres-Ordnern nun wieder Unterordner mit dem Datum der Fotos an. Ich persönlich finde dieses System sehr übersichtlich und erhalte so gleichzeitig eine Übersicht, wann ich welche Fotos aufgenommen habe.

Die Sortierung der Fotos in Ordner ist Geschmacksache und jeder von Euch sollte für sich entscheiden, nach welchem System Ihr Eure Fotos abspeichert. Ihr solltet Euch jedoch auf ein bestimmtes System festlegen und dieses dann auch konsequent pflegen. Das wird Euch helfen die Übersicht zu behalten.

Nach dem konsequenten aussortieren der Fotos und dem Übertragen seid Ihr schon ein gutes Stück weiter, um besseren Fotos zu erhalten. Im nächsten Artikel geht es um Schritt 3 für bessere Fotos. Dort erkläre ich Euch, warum ich meine Fotos nicht direkt am Aufnahmetag bearbeite und warum es besser ist ein wenig Zeit zwischen Aufnahme und Nachbearbeitung vergehen zu lassen.

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